Rosarote KomplizInnenschaft

Eine Kritik an Pinkwashing und Homonationalismus

Statt die Dialektik von widerständiger Praxis und der unüberwindbaren Totalität gesellschaftlicher Prozesse aufzudecken, die sich in Anerkennung von LGBTIQ-Rechten zeigen, bleiben die Konzepte Pinkwashing und Homonationalismus dabei stehen, die schwule KomplizInnenschaft mit staatlicher Macht und dem gesellschaftlichen Mainstream zu proklamieren.

Die Schlagwörter Pinkwashing  und Homonationalismus geistern seit einigen Jahren in regelmäßigen Abständen durch akademische Debatten, antirassistische Initiativen und Feuilletons. Beide Begriffe zielen darauf ab, die Vereinnahmung von LGBTIQ -Rechten durch den gesellschaftlichen Mainstream und nationalistische Politiken zu analysieren, vor allem in den USA und in Israel. Auch wenn es unverzichtbar ist, das Verhältnis zwischen sozialen Kämpfen und der Anerkennung bzw. der gesellschaftlichen und staatlichen Inklusion vermeintlich subversiver Subjekte zu kritisieren, eignen sich die Begriffe Pinkwashing und Homonationalismus nicht dazu, die Widersprüchlichkeit und die Dilemmata aufzudecken, die in der relativen Verbesserung der Situation von LGBTIQs stecken. Erstens reduzieren sie die gesellschaftliche Realität, in dem sie jegliche Veränderung der Situation von LGBTIQs einzig und allein als Ausdruck von subtilen Herrschaftstechniken begreifen. Dass in jenen Verbesserungen auch ein Ausdruck von politischen Kämpfen und graduellen Verbesserungen innerhalb von Gesellschaft steckt, fällt unter den Tisch.

Zweitens sind sie in ihrer Genese und Bedeutung auf ein Wahrnehmungsraster angewiesen, das einer »Hermeneutik des Verdachts« folgt: Die USA und Israel erscheinen darin wahlweise als imperiale Aggressoren oder brutale Besatzungsmächte, deren innere Kohäsion und äußerer Rechtfertigung durch die diskursive Abwertung von Muslimen gelänge.

Vor allem in den Arbeiten der theoretischen Protagonistin Jasbir Puar wird die vermeintliche Analyse zum sich selbst bestätigenden Diskurssystem, in dem die USA und Israel als universal rassistische und islamophobe Staaten und Gesellschaften erscheinen. JedeR, der sich in irgendeiner Weise nicht absolut ablehnend gegenüber der Mainstream-Gesellschaft oder dem Staat verhält, macht sich in ihrer Perspektive zur KomplizIn von Gewalt und Herrschaft, die sich insbesondere als rassistische Politik gegenüber Muslimen manifestiere.  Im Gegensatz zur mehrstimmigen Debatte von AktivistInnen in Israel und den palästinensischen Gebieten, zeigt sich anhand Puars Analysen, wie sich gesellschaftliche Phänomene im Namen einer verkürzten Herrschaftskritik in einfache Dichotomien auflösen.

»Schwule Propagandakriege«

Mit dem Text Israels Gay Propaganda War, den Puar 2010 in The Guardian veröffentlichte, machte sie die Begriffe Pinkwashing und Homonationalismus über das engagierte AkademikerInnenmilieu und AktivistInnenkreise hinweg bekannt.  In diesem Artikel wirft sie dem israelischen Außenministerium vor, es versuche verzweifelt, Israels Ruf als imperialen Aggressor durch die Werbekampagne Brand Israel zu verbessern.  Die Kampagne diene dazu, die Menschenrechtsverletzungen Israels gegenüber den PalästinenserInnen zu vertuschen und sich den Anstrich einer liberalen Demokratie zu geben. Außerdem sei dies Teil einer Strategie, die PalästinenserInnen als »barbaric, homophobic, uncivilised, suicide-bombing fanatics« darzustellen, die keinen eigenen Staat verdient hätten. Insbesondere schwulen Touristen solle Tel Aviv als gay bubble im Nahen Osten schmackhaft gemacht werden. Dabei würden sie ungewollt zu KomplizInnen des »Apartheidsregimes«, das seine schmutzige Politik pink waschen wolle.

Aus einer gesellschaftskritischen Perspektive mag der israelischen Werbekampagne vorzuwerfen sein, dass sie die tatsächliche Situation von LGBTIQs verschleiert: Tel Aviv ist nicht überall, und trotz der relativen Offenheit und Solidarität der israelischen Mainstream-Gesellschaft sind LGBTIQs von Diskriminierung und Gewalttaten betroffen. Zugleich ist es naiv, einer Werbekampagne vorzuwerfen, das erreichen zu wollen, wozu sie erdacht wurde, nämlich: etwas zu bewerben, einen Schein zu erzeugen und zu verkaufen. In diesem Falle dient die Kampagne der israelischen Standortpolitik, indem sie Israels Image verbessern und die Tourismusindustrie ankurbeln soll.

Problematischer als Puars vermeintliche Enthüllungen der perfiden Strategien des israelischen Außenministeriums und der Kritik des Offensichtlichen, sind ihre Vorwürfe, Israel versuche weltweit das Bild von PalästinenserInnen zu beeinflussen und zu steuern. Als Beweis für die angebliche Macht der israelischen Schwulenlobby dient ihr das Verbot der Bezeichnung Israeli Apartheid bei der GayPride in Toronto. Auch wenn die Rede von der »Israellobby« im amerikanischen Kontext, in dem Lobbying nicht automatisch als Schimpfwort verstanden wird und nicht unmittelbar eine antisemitische Bilderwelt aufruft, so sind die Vorwürfe gegen die mächtigen und geheimen israelischen Kreise und deren Strategien zumindest anknüpffähig an antisemitische Bilder und Metaphern.

Queere Komplizinnen

Auf Puars Behauptung, es sei Israels Ziel, einen palästinensischen Staat zu verhindern, indem die vermeintliche Diskurshoheit genutzt werde, um die PalästinenserInnen durch rassistische und orientalistische Stereotype zu delegitimieren, stützt sich ihre Untersuchung zum amerikanischen Homonationalismus. Laut Puar waren LGBTIQs vor 9/11 aus der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft und den nationalen Narrativen ausgeschlossen.  Insbesondere seit der HIV/Aidskrise wurden sie als queers mit Eigenschaften wie sexuell deviant, pervers, un(re)produktiv und todbringend belegt.  Nach 9/11 würden LGBTIQs, so Puar, zunehmend in das nationale Narrativ integriert, weil sie sich nach dem nationalen Trauma und der Trauer positiv auf die amerikanische Nation bezögen. Der amerikanische Nationalismus bekomme demnach laut Puar nach 9/11 eine neue Integrationsfähigkeit, indem er auch LGBTIQs als zuvor gesellschaftlich exkludierte Gruppe umfasse. Die Integration von LGBTIQs werde nun zur Rechtfertigung des war on terror genutzt indem sie dabei helfe, den homophoben Muslim zu konstruieren. Zugleich wären diese Bilder mit dem Rassismus in der LGBTIQ-Szene vereinbar. Jegliche Kritik an schwulenfeindlichem Verhalten von Muslimen oder homophoben und menschenverachtenden Rechtspraktiken in Ländern, die als muslimisch gelten, geißelt sie als islamophob, rassistisch oder als unrechtmäßiges singling-out. So kritisiert sie die internationalen Proteste nach Hinrichtungen von schwulen Männern in der Islamischen Republik Iran als eine internationale Strategie der USA, um den Iran abzuwerten.  Auch wenn eine Kritik an Homophobie sensibel für die Positionen und Intentionen der SprecherInnen sein muss, um sich von RechtspopulistInnen abzugrenzen, die unter dem Deckmäntelchen des Feminismus oder der Schwulenbewegung gegen MuslimInnen hetzen, muss sie homophobe Praktiken wie Rechtsprechung oder Gesetzgebung klar benennen können. Der Vorwurf sämtliche westliche KritikerInnen wollten Muslime abwerten, macht es jedoch unmöglich menschenverachtende Praktiken zu benennen.

Stay queer, stay rebel

Seit dem Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts ist offen ausgesprochene Homophobie in den USA und Westeuropa zunehmend tabuisiert. Dies ist zum einen den Aktivitäten und Kämpfen der LGBTIQ- Bewegung geschuldet, zum anderen liegt es an der Kapitalexpansion, dass marginalisierte Gruppen zunehmend als gesellschaftliche Subjekte inkludiert wurden. LGBTIQs können nicht länger aus gesellschaftlichen Positionen exkludiert werden, da sie für die Aufrechterhaltung von kapitalistischen Herrschaftsverhältnissen eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Der Prozess der gesellschaftlich Inklusion ist weder eindeutig noch kohärent; zudem kann nicht bestimmt werden, ob die Kämpfte von LGBTIQs zu den Verbesserungen geführt haben, oder die Veränderung der kapitalistischen Herrschaftsverhältnisse. Darin zeigt sich eine grundlegende Dialektik sozialer Prozesse, die eine vermeintlich radikale Linke vor ein Problem stellt: Sind soziale Kämpfe im Kapitalismus erfolgreich, kann durch die Inklusion das erhoffte revolutionäre Potential verloren gehen. Schwule und Lesben sind nicht mehr per se gegen den Staat eingestellt, sondern wählen eventuell konservativ und wünschen sich eine bürgerliche Ehe. Mit der relativen Verbesserung der rechtlichen Situation sind LGBTIQs nicht zwangsläufig auf politische Positionen festgelegt, die als links oder gesellschaftskritisch verstanden werden.

Puar mangelt es nicht an einer Portion Zynismus, wenn sie beispielsweise die Lockerung von Heirats- und Adoptionsrechten als KomplizInnenschaft kritisiert.  Die individuelle Lebenserleichterung und die Reduktion von Leiden innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft, die nicht revolutionär, sondern durch Angleichung vonstattengehen, scheint sie als Verrat abzulehnen. Dahinter steht eine Art queere Verelendungstheorie: LGBTIQs als revolutionäre Subjekte müssen außerhalb gesellschaftlicher Privilegien stehen und unter ihrer Situation leiden, um die gesellschaftlichen Verhältnisse umzuwerfen.

Nachdem LGBTIQs sich in Puars Augen zu Verbündeten des Systems machten, bleibt dennoch die queere, revolutionäre Subjektposition erhalten. Die neuen queers seien nun Muslime,  denen dieselben Eigenschaften zugesprochen würden, wie einstmals queers: Sie sind sexuell deviant oder pervers, un(re)produktiv und todbringend.  Puar beschreibt ein Ressentiment gegenüber Muslimen, das über die Zuschreibung sexueller Devianz, insbesondere sodomitischer Praktiken, funktioniere. Auch kann sie eine Verschiebung orientalisierender Stereotype offenlegen, in dem der »homosexuelle« Muslim zum homophoben Muslim wird. Ihre Umdeutung des queeren Subjekts offenbart aber auch ihre ahistorischen Analysen. So ignoriert sie die konkrete Geschichte des Begriffs queer, seiner pejorativen Bedeutung als seltsam, falsch oder abweichend, die vor allem für LGBTIQs verwendet wurde, und seiner positiven Umdeutung zur Bezeichnung einer vermeintlich subversiven Praxis, die geschlechtliche Identitäten in Frage stellen soll. Stattdessen wird queer genutzt, um eine gesellschaftliche Position zu markieren, die sich über die Zuschreibung bestimmter Eigenschaften definiert. Muslime werden zu queers, weil sie nicht in den gesellschaftlichen Mainstream passen würden. Die neuen queers seien aber auch subversiv, wie sie in ihrer Deutung des Selbstmordattentats als äußerste Form des Widerstands zu zeigen versucht.  Der Körper des Selbstmordattentäters würde zur uneinholbaren Assemblage, die jegliche Kategorien unterlaufe und das identitäre Subjekt auflöse.  Der Selbstmordattentäter wird zum legitimen Widerstandskämpfer und der Mord an Unbeteiligten zum subversiven Akt, der die westlichen Kategorien von Subjekt und Vernunft in Frage stelle.  Die Subversion besteht im realen Mord des Anderen und die Aufgabe des eigenen Lebens.

Der Grund für ihre einseitige Kritik, die weit über das Ziel hinausschießt und damit selbst die kritische Intention verliert, liegt in ihrer mangelhaften Analyse, die die gesellschaftlichen Praktiken auf kurzzeitige mediale und symbolische Repräsentation reduziert. Widersprüchliches wird entweder als politische Strategie oder als ideologische Verblendung entlarvt oder ausgeblendet. Verfasste Institutionen wie Gesetze und Rechtsprechung analysiert sie hingegen kaum. Würde sie dies tun, so könnte sie schwerlich leugnen, dass die Strafbarkeit und Verfolgung von Homosexualität in zahlreichen Ländern im Nahen Osten üblich ist, mögen diese auch nicht von der Geschichte des Kolonialismus zu trennen sein.  Ihre Auffassung von Rassismus verliert gewissermaßen den Boden unter den Füßen, weil sie durch die ausschließliche Fokussierung auf die SprecherIn und deren Aussage nicht mehr dazu in der Lage ist, eine rassistische Abwertung einer Gruppe von der legitimen Kritik an bestimmten Praktiken zu unterscheiden, was darüber hinaus dadurch begünstigt wird, dass sie jedeR SprecherIn, die Aussagen über eine Gruppe trifft, der sie nicht angehört, Rassismus unterstellt.

Ihren mangelhaften Begriff von Rassismus verbindet sie mit knallhartem Antizionismus und offener Israelfeindschaft. Für Puar scheint es selbstverständlich, dass jegliche Politik des Staates Israels der Unterdrückung der PalästinenserInnen und der Aufrechterhaltung des Staates quo der israelischen Vormachtstellung, dienen muss. Zugleich ist jegliche politische Aktivität der PalästinenserInnen eine Form von Widerstand. Israel wird so als übermächtiger Besatzer dämonisiert und delegitimiert. So verwendet sie beispielsweise das Wort »Zionist« wie ein Schimpfwort, das für sie getreu dem Motto »Zionismus ist Faschismus«  den damit bezeichneten Menschen zur Persona non grata werden lässt. Den Zionismus gilt es also zu bekämpfen, was ihrer Beteuerungen, sie gestehe Israel das Existenzrecht zu, in Frage stellt.  

Die theoretischen Konzepte Pinkwashing und Homonationalismus zerfallen in Begriffe, die ungeeignet sind, um die Komplexität der Wirklichkeit auch nur annähernd zu bestimmen. Sie fallen damit weit hinter den Debatten innerhalb der israelischen und der palästinensischen LGBTIQ-Szene zurück, in der verschiedene Positionen und Handlungsoptionen zu erkennen waren und sind – und damit auch unterschiedliche Perspektiven auf den Umgang mit der israelischen Staatspolitik.

Pinkwashing (in) Germany?

In der deutschen Debatte spielen die Begriffe insbesondere auf zwei Ebenen eine Rolle: Zum einen bezüglich der Rezeption Puars und der AktivistInnendebatte um Pinkwashing, zum anderen bezüglich der Frage, inwieweit Deutschland selbst Pinkwashing betreibt.

Die szeneinterne Debatte wurde vor allem im Rahmen des transgenialen CSD (t*CSD) geführt: Schon 2010 waren Mitglieder der Gruppe queers for international solidartity with palestine unter den TeilnehmerInnen. Die schwierigen Lebenssituationen von queers in den palästinensischen Gebieten wurden von dieser Gruppe auf die Besatzung Israels geschoben, getreu dem Motto: »Ohne gesellschaftliche Befreiung, keine sexuelle Befreiung«.  Israel wurde so zum Sündenbock für Konflikte innerhalb der palästinensischen Gesellschaft gemacht.

2012 fand im Vorfeld des t*CSD ein Workshop von israelischen Aktivistinnen zum Pinkwashing statt, der für Diskussionen sorgte. Markus Stöhlein wies in der Jungle World darauf hin, dass es sich dabei nur um einen neuen Trick aus der antiisraelischen Trickkiste handle.  Es mag ohne Zweifel paternalistisch sein, israelischen AktivistInnen erklären zu wollen, wie sie ihre Staatskritik zu äußern hätten. Zugleich muss angesichts des grassierenden Antisemitismus innerhalb der antiimperialistischen Linken in Deutschland vor falschen Koalitionen gewarnt werden.

Viele der Debatten um Pinkwashing in Deutschland werden vor dem Hintergrund der Dichotomie »antideutsch/israelsolidarisch« vs. »antiimperialistisch/palästinasolidarisch« ausgetragen. Dennoch ist abzuwarten, wie in den aktuellen Debatten zum Rassismus mit Konzepten wie Pinkwashing umgegangen wird. Angesichts der in diesem Zusammenhang ausbleibenden Thematisierung von Antisemitismus und Antizionismus besteht die Gefahr, dass eine Kritik an Pinkwashing unter den Tisch fällt.

Eine breitere Debatte ob und wenn ja wie Deutschland selbst schmutzige Wäsche pink färbt oder homonationalistisch ist, blieb bisher aus. In der ZAG veröffentlichten Koray Silmah-Günay und Salih Alexander Wolter einen Artikel über das Verhältnis von der Anerkennung homosexueller Verfolgung und Ermordung durch die NationalsozialististInnen und der Shoah.  Sie verwenden die Termini allerdings in erster Linie als formale Begriffe um ein Phänomen des Othering zu beschreiben, indem sich die deutsche Schwulenszene selbst von antisemitischen oder rassistischen Tendenzen reinzuwaschen versucht, indem sie die Opfergeschichte von verfolgten Homosexuellen zum zentralen Identifikationsmerkmal macht.

In der Debatte um Pinkwashing und Homonationalismus zeigt sich besonders der Zynismus »linker« Politik, die das Leiden von Individuen zugunsten der Revolution in Kauf nimmt. Linke Politik sollte jedoch stattdessen die Dialektik ergründen, die darin bestehen würde, sowohl die Kapitalverhältnisse zu erfassen, die zur Inklusion marginalisierter Gruppen in den Markt und die Subordination in die bürgerliche Gesellschaft führen, als auch die graduellen Lebenserleichterungen anzuerkennen, die darin liegen. Damit ist gemeint, dass sowohl eine radikale Kritik der Verhältnisse verteidigt werden muss, die die allumfassenden kapitalistischen Strukturen benennt und sich nicht mit einer immanenten Verbesserung abspeisen lässt. Dabei ist aber solange am bürgerlichen Individuum festzuhalten, bis eine bessere Form der Vergesellschaftung gefunden wurde. Das Recht, ein Individuum zu sein, kommt dabei jedem zu – egal ob schwul, lesbisch, trans, intersexuell oder queer.

Selina Kylowa

Die Autorin lebt noch in Berlin und hat unter anderem in der Jungle World veröffentlicht.

 

Fußnoten

  1. Insbesondere in den internationalen »Boycott, Divestment, Sanctions«–Initiativen (BDS), ist Pinkwashing als Schlagwort wichtig geworden. Siehe hierzu: http://www.pinkwatchingisrael.com/
  2. Begriffliche Neuschöpfung, die für »lesbian, gay, bisexual, transsexual, intersexual, queer« steht.
  3. Floris Biskamp, Ist jihadistisch das neue schwul?, in: Jungle World vom 9. Dezember 2010.
  4. Jasbir K. Puar, Terrorist Assemblages- homonationalism in queer times, London 2007, 2.
  5. Jasbir K. Puar, Terrorist Assemblages- homonationalism in queer times, London 2007, 2.
  6. Vgl. hier und zum Folgenden, ebd.
  7. Jasbir K. Puar, Terrorist Assemblages- homonationalism in queer times, London 2007, 40 f.
  8. Vgl. hier und zum folgenden, ebd.
  9. Ebd., x f.
  10. Ebd., 4.
  11. Tatsächlich geht es hier vor allem um die Konstruktion des männlichen Muslims.
  12. Ebd., 46.
  13. Ebd. 216 ff.
  14. Ebd.
  15. Ebd.
  16. Vgl. Georg Klauda, Die Vertreibung aus dem Serail, Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt, Hamburg 2008.
  17. Jasbir K. Puar, Citation and Censorship: The Politics of Talking About The Sexual Politics in Israel, in: Feminist Legal Studies 19 (2011), 133-142.
  18. Ebd., 134.
  19. Berlin Queers for international solidarity with palestine, September 2013, http://bqisp.blogspot.de/.
  20. Markus Stöhlein, Pretty in Pink, in: Jungle World vom 28. Juni 2012.
  21. Korah Silmay-Günay/ Salih Alexander Wolter, Pink Washing Germany? Deutscher Homonationalismus und die »jüdische Karte«, ZAG 63.