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Umbauphase

Editorial

Alle reden vom Wetter. Auch Marx hat dazu was gesagt oder war es die Bahn? Jedenfalls kann der Frühling von uns aus durchaus kommen. Obwohl der schmelzende Schnee den Dreck der letzten Monate freilegt, auch keine Freude. Weiter

 

Inhalt

Top Story

Phase 2

Umbauphase

Einleitung zum Schwerpunkt

Städte sind Orte, an denen versucht wurde und wird, für gesellschaftliche Wert-, Ziel- und Herrschaftsvorstellungen eine adäquate räumliche Entsprechung zu finden. In diesem Schwerpunkt gehen die AutorInnen der Frage nach, was vom utopischen Moment einer linken Auseinandersetzung mit der Stadt geblieben ist. Diese Frage stellt sich bei Architektur und Städtebau nicht nur auf ästhetischer, sondern auch auf politischer Ebene. Heute wird zwar der Behauptung von der befreienden Wirkung der Postmoderne, die sich einer dogmatisch gewordenen Moderne widersetzt und einem sinnentleerten Funktionalismus die Vielfalt subjektiver Erzählungen, von Doppeldeutigkeiten und spielerischen Formen entgegenhält, kaum noch Beachtung geschenkt. Aber der mit dem postmodernen Versprechen einsetzende kulturelle Wandel besiegelte das Scheitern eines zentralen Merkmals der Moderne: der stadtplanerischen Utopie. Gescheitert sollten all jene Programme sein, welche die Veränderung des gesellschaftlichen Lebens durch die Veränderung von Räumen anstrebten. Vorbei war die Zeit der technisch-naturwissenschaftlichen Visionen, die einerseits die gerechte Verteilung des Mangels propagierten, andererseits aber auch von einem grenzenlosen Wachstum und Wohlstand im Kapitalismus ausgingen. Mit dem Ende des Sozialismus verhärtete sich dieser Bruch mit dem Denken radikaler gesellschaftlicher Veränderung. Gleichzeitig kamen verstärkt diejenigen Positionen zur Geltung, die die bestehende Gesellschaftsform als unabänderlich darstellten. weiter

Bernhard Wernitznig

Das Vehikel kapitalistischer Akkumulation

Zur Geschichte der Produktion in und von Städten

Die moderne Stadt ist Produkt gesellschaftlicher Prozesse, die der Logik kapitalistischer Akkumulation unterliegen. Um eine Fetischisierung des Objekts »Stadt« als gegebenes »Ding« zu umgehen, sollte zunächst, wie bei der Analyse der Warenform und ihrer Genese, den historischen Ursachen ihrer Produktion auf den Grund gegangen werden. weiter

Henning Schulze

Wohnfabrik

Elemente der »sozialistischen Stadt« am Beispiel Halle-Neustadts

Es sollen solche Lebensbedingungen geschaffen werden, […] die den Menschen Zeit und Muße für ihre kulturelle Bildung, für eine sinnvoll genutzte Freizeit bieten – eine Stadt also, in der zu leben für jeden Glücklichsein heißt.« Mit diesen Worten, vorgetragen vom zuständigen Bezirkssekretär der SED Horst Sindermann wurde im Frühjahr 1964 offiziell der Grundstein für das ambitionierteste Städtebauprojekt der DDR, die »Chemiearbeiterstadt« Halle-Neustadt, gelegt. In den folgenden zwei Jahrzehnten entstand am westlichen Ufer der Saale eine Stadt für 115.000 EinwohnerInnen. Weder Größenordnung, noch Gestalt oder die Anordnung als Planstadt in Fertigbauweise machten Halle-Neustadt für DDR-Verhältnisse zu etwas Besonderem. Mit »Stalinstadt«, dem späteren Eisenhüttenstadt, Hoyerswerda und Schwedt waren Ende der 1950er Jahre bereits vergleichbare Projekte begonnen worden. »Sozialistische Wohnsiedlungen« wie Berlin-Marzahn, Rostock-Lichtenhagen und Jena-Paradies, deren hervorstechenstes gemeinsames Kennzeichen ihre nahezu vollständige Errichtung aus industriell gefertigten Plattenbauten war, entstanden ab den Sechzigern in nahezu jeder Stadt der DDR. Die Errichtung Halle-Neustadts fällt jedoch in eine Phase, in der einerseits erste kritische Erfahrungen mit der neuen Form des Bauens gesammelt worden waren, sie sich andererseits noch nicht (vollständig) delegitimiert hatte. Die »Chemiearbeiterstadt« sollte erklärtermaßen Modellcharakter haben für das, was in der DDR unter »sozialistischem Städtebau« verstanden wurde. Vieles spricht dafür, dass hier eine »DDR im Kleinen« errichtet werden sollte: ein Prototyp für die neuen, besseren Lebens- und Produktionsverhältnisse und, aus dem Blickwinkel der politischen und administrativen Elite nur folgerichtig, einer mustergültig sozialistischen EinwohnerInnenschaft. Für DDR-Verhältnisse einmalig fiel auch das städtebauliche Gesamtszenario aus. Halle-Neustadt, ab 1967 eine eigenständige Kommune, entstand in Sichtweite der Hallenser Altstadt; die städtebauliche Modernität der DDR wurde hier dem überkommenen Alten nicht bloß metaphorisch sondern geradezu inszeniert gegenübergestellt. Anhand des Projekts der »Chemiearbeiterstadt« lassen sich, dies im Folgenden die Grundannahme, modellhaft alle wesentlichen ideellen Elemente des sozialistischen Städtebaus veranschaulichen: soziales Gleichheits- und kleinbürgerliches Glücksversprechen, Bildungsoptimismus, Arbeitsethos und technokratischer Planungsfetisch. weiter

Georg Spoo

Die Stadt im neoliberalen Kapitalismus

Über den Funktionswandel der Stadt nach dem Ende des Postfordismus

In der neoliberalen Trotz der Problematik und Unschärfe des Neoliberalismus-Begriffs beschreibt er dennoch Wesentliches, weil er den Neoliberalismus als Phänomen einer Dialektik der Aufklärung zu deuten vermag. Er trifft etwa die deutliche Differenz zum klassischen Liberalismus, die sich in einer regressiven Individualismus- und Aufklärungskritik und der Denunziation von Vernunft durch neoliberale Theoretiker äußert. Phase des Kapitalismus kommt es – in Anknüpfung an Grundideen des klassischen Liberalismus – zu einer globalen Deregulierung des Kapital-, Waren- und Geldverkehrs. Die Bedeutung des Nationalstaates als ökonomischer Akteur wird durch die Zurücknahme staatlicher Sozialprogramme und weitreichender Privatisierungen drastisch reduziert – auch mit dem Ziel, die Staatsfinanzen zu konsolidieren und mit dem Effekt einer Sanierung der gesunkenen Profitraten des Kapitals. In diesem Kontext passen sich auch kommunale Aufgaben den veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen an. weiter

Luka Bublik

Ambivalenz der anderen Stadt

Ein Rückblick auf linke Stadtkritik, Gentrifizierung und Häuserkampf in der Bundesrepublik

Ich denke: Es geht darum, Stationen festzuhalten, wo das Leben gegen den Tod aufgestanden ist. Berlin – Kreuzberg ist seit dem Dezember 1980 nicht mehr das, wozu es verurteilt war, verurteilt durch den Glauben an die Machbarkeit und Durchsetzbarkeit technokratischer Lebensmodelle. Kreuzberg war verurteilt zu sterben, seine Identität zu verlieren. Die schleichende Logik, die ›Endlösungen‹ nicht ausschließt – Zuzugsstop, Entmietung, Umsetzung, Kahlschlag, Entflechtungen – , schien sich unaufhaltsam dieses Stadtviertels bemächtigt zu haben.« Pfarrer Jürgen Quandt in: Gemeindeberatung Kirchkreis Kreuzberg (Hrsg.), Kirche und Hausbesetzung, Berlin 1983. weiter

Marcelo Lopes de Souza

Welches Recht auf welche Stadt?

Ein Plädoyer für politisch-strategische Klarheit

Mit einer bedeutenden Verspätung im Vergleich zu anderen Ländern läuft seit ein paar Jahren auch in Deutschland eine Debatte (und es gibt in gewissem Maße auch eine Mobilisierung), die als Inspirationsquelle die vom französischen Philosophen Henri Lefebvre (1901-1991) stammende These des »Rechts auf die Stadt« hat. Lefebvre war 1968, als er Le droit à la ville Henri Lefebvre, O direito à cidade, São Paulo 1991. publizierte, bereits ein unabhängiger Kopf unter den französischen Marxisten. Zehn Jahre zuvor, als er bereits von der Parti Communiste Français ausgeschlossen worden ist, beschäftigte er sich schon ernsthaft mit Autogestion. Ders., Theoretical problems of autogestion, in: Neil Brenner/ Stuart Elden (Hrsg.), State, Space, World, Minneapolis 2009, 138-152. Gewiss war er in mancher Hinsicht nicht der originellste oder gar tiefste radikale Denker seiner Zeit. Was bestimmte Fragen angeht, war z.B. die Socialisme ou Barbarie-Gruppe um Cornelius Castoriadis und Claude Lefort bereits in den fünfziger und in der ersten Hälfte der sechziger Jahre z.T. weiter vorne. Bei der Anerkennung der Bedeutung des Raumes als ein zentraler sozialer Faktor jedoch, war Lefebvre (zusammen mit Michel Foucault ? allerdings auf eine ganz andere Art und Weise) Ende der sechziger und in der ersten Hälfte der siebziger Jahre unübertrefflich. Die Bücher Le droit à la ville, La vie quotidienne dans le monde moderne (1968)abcd Ders., La vida cotidiana en el mundo moderno, Madrid 1972. und La revolution urbaine (1970)abcd Ders., La revolución urbana, 4. Aufl., Madrid 1983. markierten jedenfalls einen regelrechten Wendepunkt in seiner intellektuellen Laufbahn. Sie lösten anfangs auch von Seiten akademischer marxistischer Kreise in der Regel negative Reaktionen aus, welche von der relativen Skepsis bis hin zur offenen Ablehnung reichten. Vor allem in Le droit à la ville und in La revolution urbaine – aber auch in La vie quotidienne dans le monde moderne und in La production de l'espace (1974)abcd Ders., La production de l'espace, Paris 1981. – entwickelte Lefebvre eine neuartige, für orthodoxe Augen ziemlich »ketzerische« Kritik des Kapitalismus: 1.) der Sozialraum, der von der Gesellschaft geformt wird, welche wiederum auf unterschiedliche Weise den Sozialraum beeinflusst, würde ihm zufolge zunehmend zu einem zentralen wirtschaftlichen und politischen Faktor. Eine äußerst ungewöhnliche These im Rahmen einer Denktradition die (wie die Hegelsche-Marxsche) eindeutig »zeitorientiert« war und den Raum als eine Art Epiphänomen betrachtete. Nach seiner Überzeugung gelang es dem Kapitalismus genau durch die zunehmende Relevanz der Produktion von Raum zu überleben. Ein Gedanke, der später u.a. von David Harvey in seinen theoretischen Überlegungen zum »sekundären Kreislauf« der Kapitalakkumulation weiterentwickelt wurde; 2.) das klassische Proletariat war in seinen Augen durch und durch in dem Status quo integriert und deswegen politisch gebändigt, sodass die Revolutionierung der Gesellschaft nun von verschiedenen sozialen Bewegungen getragen werden müsste. Entfremdete und Unterdrückte müssten miteinander kooperieren, um nicht nur die Ausbeutung und die Klassengesellschaft, sondern auch die unterschiedlichsten Missstände und Unterdrückungsformen im Rahmen des in der »bürokratischen Gesellschaft gelenkten Konsums« überwinden zu können; 3.) die alte Industriegesellschaft war bereits in den sechziger Jahren dabei, von einer »urbanen Gesellschaft« überwunden zu werden. Was bedeutete, dass die klassische Abgrenzung zwischen Stadt und Land nicht mehr gültig sei, aber nicht etwa, weil man mit echten Städten im kritischen politischen Sinne (= Orte der Begegnung mit dem Anderen, der offenen politischen Diskussionen, der Konzentration von Schönheit und Kultur) überall zu tun habe, sondern weil das Land wirtschaftlich, politisch und kulturell zunehmend von den städtischen Kräften und Einflüssen geprägt würde. Gleichzeitig seien die Städte zunehmend eigentlich »Anti-Städte«, d.h. im Grunde Orte der Entfremdung und der Entpolitisierung; 4.) nur eine »revolution urbaine«, die die Revolutionierung des Lebens und der Gesellschaft als Ganze darstellen würde, könnte das »Recht auf die Stadt« gewährleisten – verstanden als das Recht aller auf den Genuss städtischer Infrastruktur, Kultur und Schönheit, dies alles auf der Basis der autogestion. Ders., L'irruption: de Nanterre au sommet, Paris 1998. weiter

Roger Behrens

Zur Kritik der politischen Ökonomie der Stadt

Eine Auseinandersetzungen mit dem Urbanismus des zwanzigsten Jahrhunderts

Die »kritischen« Auseinandersetzungen mit der Stadt, dem Leben in der Stadt und dem städtischen Raum konzentrieren sich heute auf zwei stadt-spezifische Kraftfelder der Politik und der Ökonomie: Einerseits auf die mit dem Begriff der »Gentrifizierung« zusammengefassten Prozesse, andererseits auf den Komplex »Sicherheit und öffentlicher Raum«. Gemeinsam ist diesen Auseinandersetzungen, dass sie sich nicht in einer homogenen radikal-emanzipatorischen Bewegung formieren, sondern in jeder Hinsicht, in der Praxis wie in der Theorie, heterogen und subjektivistisch bzw. individualistisch bleiben – innerhalb eines je schon akzeptierten Urbanismus. In einer zumeist ad hoc aus dem unmittelbaren Erleben gewonnenen Programmatik bezieht man sich äußerst ungenau auf theoretische Versatzelemente, bei denen kritische Gesellschaftstheorie kaum eine Rolle spielt. Stattdessen kaprizieren sich die AkteurInnen dieser Auseinandersetzungen auf kaum reflektierte und zum Teil sehr populistische Parolen wie etwa der vom »Recht auf Stadt«. weiter

Naldo Fischer

Quadratstadt, Città del sole und Phalanstère

Ein kleiner Einblick in die Architektur von Sozialutopien

Quer durch die Geschichte mangelt es nicht an den Bemühungen Einzelner, einer jeweiligen, als schäbig empfundenen gesellschaftlichen Wirklichkeit eine Vorstellung dessen entgegen zusetzen, was den Menschen eigentlich zuzukommen habe und was zu erschaffen möglich oder doch zumindest wünschenswert erschiene. Solche historischen, von individueller Fantasie vorweggenommenen, mehr oder weniger literarischen Schilderungen eines subjektiv besseren gesellschaftlichen Zustands kann man, in Anlehnung z.B. an Ernst Bloch, als Sozialutopien bezeichnen. Vgl. Ernst Bloch, Freiheit und Ordnung, Abriss der Sozialutopien, in: Ders, Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt a.M. 1976, Bd. 2, 547–728. Die Beschäftigung mit ihnen kann gegebenenfalls ganz reizvoll sein. Nachfolgend soll ein kurzer Blick auf ein paar der bekanntesten Sozialutopien geworfen werden. Besonderes Interesse gilt dabei deren architektonischen und städtebaulichen Merkmalen: Wie haben sich historische Autoren die Architektur einer idealen Gesellschaft vorgestellt? weiter

Jennifer Stange

Nachkriegsmoderne

Zum betonierten, eintönigen und monumentalen demokratischen Neuanfang nach 1945

Im Städtebau und in der Architektur wurde, wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, nach 1945 so getan, als hätte in der deutschen Geschichte 1933 ein Einbruch stattgefunden, der 1945 mit einem Neuanfang – der berühmten Stunde Null – wieder aufgehoben wurde. Die Moderne und insbesondere der «Bauhaus-Stil« als spezifische Spielart galten in der frühen Bundesrepublik als Garant für die Anknüpfung an das bessere Deutschland der Zeit vor 1933 und als Zeichen des neuen transatlantischen Joint Venture im Kontext des Kalten Krieges. Warum Moderne und freiheitliche Entwicklung, Fortschritt und Partizipation zwangsläufig synchron gehen sollten, obwohl doch die modernen KollaborateurInnen des Faschismus und des Nationalsozialismus deutlich gemacht hatten, dass zumindest Teile der modernen Gestaltung weder mit der Ideologie des Nationalsozialismus unverträglich waren noch dagegen immunisierten, fragte sich in den Wiederaufbaujahren in Deutschland nach 1945 wohl kaum jemand. weiter

Jesko Fezer

Design für die post-neoliberale Stadt

Stadtgestaltung als Praxisform der politischen Auseinandersetzung

Städte sind der Ausgangspunkt, der Kontext und das Produkt unserer Handlungen. Nicht nur als Begriffe auf die Stadt bezogen, sind suburbane oder periphere Räume Vgl. Henri Lefebvre, Die Revolution der Städte, Frankfurt a.M. 1990. von städtischer Ökonomie, Politik, Technologie, Kultur und Lebensstil ebenso durchdrungen wie die klassischen Städte oder die weltweit neu entstehenden Agglomerationen. Das Städtische ist zum Produktionsort des Kapitals und der sozialen Machtverhältnisse und damit zum politischen Raum schlechthin geworden. Und dennoch erscheinen die Städte ihren BewohnerInnen und NutzerInnen zunehmend als unvermeidliches Resultat von Prozessen, die anderswo stattfinden. Sie wirken determiniert von AkteurInnen und Umständen, die weit außerhalb der Reichweite alltäglicher Handlungen aber auch von Planung und Design liegen. Die Dominanz von Entscheidungen internationaler Konzernzentralen, individuellen Konsumpräferenzen, ökologischen Katastrophen, internationalen Politiken, kulturellen Differenzen und anderen Phänomenen der Globalisierung, lassen die Vorstellung sehr unrealistisch erscheinen, dass Städte durch kollektives Handeln oder gar durch Design bestimmt werden können. Wenn aber die Handlungsperspektive der Gestaltung – das Entwerfen – überhaupt ernsthaft in Betracht gezogen werden soll, muss zunächst die Frage gestellt werden, was diese wirkmächtigen und entfernten Kräfte sind und wie sie auf die Stadt wirken. weiter

Peter Marcuse

Städte verursachen nicht den Kapitalismus

Interview mit Peter Marcuse

Peter Marcuse ist 1928 in Berlin geboren und in New York und Washington aufgewachsen. Heute ist er emeritierter Professor für Stadtplanung an der Columbia University in New York, wo er seit 1975 lehrte. Wer sich mit der Critical Urban Theory befasst, kommt an Marcuse nicht vorbei. Er hat maßgeblich den Diskurs um das »Recht auf Stadt« in den USA geprägt und erklärt im Folgenden, was es damit auf sich hat und welche Relevanz dies für eine antikapitalistische Linke hat. weiter